Klimasimulation: Wie heiß wird Ohligs künftig?

Wie verändert sich die Hitzebelastung in Ohligs, wenn heiße Sommertage künftig häufiger und intensiver werden? Dieser Frage ging KLISOPAR mit einer Klimasimulation auf Basis von PALM-4U GUI nach.

Ausgangspunkt war ein heißer Sommertag im August 2022. Auf dieser Grundlage wurde berechnet, wie sich vergleichbare Wetterlagen in den Jahren 2055 und 2094 auswirken könnten. Betrachtet wurden unter anderem die Lufttemperatur und die sogenannte UTCI-Hitzebelastung. Sie beschreibt nicht nur die Temperatur, sondern auch, wie heiß es sich für Menschen tatsächlich anfühlt – abhängig von Sonne, Wind, Luftfeuchtigkeit und Wärmestrahlung.

Die Ergebnisse für den Bereich Grünstraße und Talstraße zeigen: An vergleichbaren Hitzetagen steigt die Belastung im dicht bebauten Straßenraum künftig deutlich. Besonders wichtig werden deshalb Schatten, Bäume, Begrünung und entsiegelte Flächen. Sie können dazu beitragen, Aufenthaltsorte angenehmer zu machen und die Folgen heißer Tage abzumildern.

Die Simulation ergänzt die Erfahrungen der Menschen im Stadtteil und hilft dabei, besser zu verstehen, warum klimaangepasste Maßnahmen im Straßenraum notwendig werden.

Im Projekt KLISOPAR werden solche Erkenntnisse mit Bürger*innenvorschlägen, Planungswissen und praktischen Erprobungen im Stadtteil verbunden. So entsteht Schritt für Schritt eine Grundlage dafür, Ohligs auch bei zunehmender Hitze lebenswert zu gestalten.

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Klimaanpassung vor der eigenen Haustür: Klimaspaziergang durch Ohligs